Ich hatte das Glück, mit Tieren großwerden zu dürfen. Vor allem Hunde haben in meinem Leben schon immer eine wichtige Rolle gespielt. 

 

 

 

 

Unser erster Hund, Susi, kam als Welpe aus dem Tierheim zu uns. Eine Promenadenmischung wie aus dem Bilderbuch. Schlau, folgsam und unkompliziert.

Sie wurde 14 Jahre alt und fehlt bis heute...

Nach einigen Jahren kam der Bordercollie-Mix-Welpe Leon dazu. Nun war es vorbei mit der Ruhe im Haus. Der kleine Wirbelwind hielt uns ganz schön auf Trab. Bald merkten wir, dass lange Spaziergänge nicht den gewünschten Effekt hatten - er forderte immer mehr. Irgendwann bekamen wir dann aber glücklicherweise die Kurve und  Leon entwickelte sich trotz allem zu einem angenehmen Begleiter und tollen Familienhund, der mir eine große Hilfe im Training mit anderen Hunden war. Viel zu früh verließ uns Leon am 23. Februar 2019 mit gerade Mal 11 Jahren, aufgrund eines Herzklappenfehlers.

Als ich 2011 von zu Hause auszog, hielt ich es nicht lange ohne eine Fellnase aus. So kam es, dass die Mischlingsdame Leyla bei uns einzog. Mein erster eigener Hund! Stolz und motiviert wie ich war, machte ich mich eifrig an die Erziehung meines Welpen. Schließlich war ich mit Hunden aufgewachsen und musste wissen, worauf es ankommt! Da Leyla von einem Bauernhof stammte, wo sie ihre ersten 10 Lebenswochen fast ausschließlich in einem Ziegenstall verbracht hatte, war ich froh, ihr nun endlich die große, weite Welt zeigen zu können! Endlose Spaziergänge, turbulente Welpenspielgruppen, lange Ausflüge mit Bus und Bahn in die Stadt und Jubel Trubel waren an der Tagesordnung. Es kam wie es kommen musste: Nach kurzer Zeit hatte ich einen hyperaktiven, unsicheren, jagenden, an der Leine zerrenden Junghund mit gut 30 kg Körpergewicht an der Backe. Wir - Leyla und ich -  waren völlig überfordert und frustriert. In den Hundeschulen, die ich bereits kannte, konnte man mir nicht weiterhelfen. Über Zwang, Druck und Gewalt wollte und konnte ich mit meinem Hund nicht arbeiten.

 

 

 

So kam ich zu dem Entschluss, mich selbst als Hundetrainerin ausbilden zu lassen. Nach langer Recherche fand ich mit der ATN die passende Ausbildung in der Schweiz. Ich habe völlig neue und umfangreiche Methoden der Hundeerziehung kennengelernt und endlich verstanden, was ich alles falsch gemacht hatte. Die Thematik hat mich so begeistert und fasziniert, dass ich den Entschluss gefasst habe, mich in meiner Heimat Südtirol als Hundetrainerin und -verhaltensberaterin selbstständig zu machen und meine eigene Hundeschule zu eröffnen. Seit 2015 gibt es nun schon meine Hundeschule "TeamHund" und ich durfte in diesen Jahren schon viele interessante Menschen und Hunde kennenlernen. Ich freue mich, dass auch du den Weg zu mir gefunden hast - wer weiß, wohin unsere Reise geht…!

 

Im Jahr 2017 kam unser Sohn Mats zur Welt und machte mich zur Mama - eine der größten und schönsten Herausforderungen meines Lebens!

2020 erblickte unsere Tochter Romy das Licht der Welt und machte unsere Familie komplett. 

Durch meine Kinder und unsere Hunde habe ich unheimlich viel bezüglich des Zusammenlebens zwischen Kind und Hund gelernt. 

Seit 2019 lebt Rio (Hund meiner Eltern) bei uns. Er kam im Alter von ca. 1 Jahr über den Tierschutz zu uns. 

Rio lebte bis dahin in Neapel als glücklicher Straßenhund. Trotzdem wurde er dann persönlich von einer sehr lieben Person nach Meran auf eine Pflegestelle gebracht, weil damit gedroht wurde, ihn zu "beseitigen", sollte er nicht verschwinden.

Nach nur einem gemeinsamen Spaziergang mit meiner Hündin Leyla war klar, dass Rio der Richtige für meine Eltern ist. Niemanden hat das so überrascht wie mich - denn als ich die Eckdaten erfahren habe - großer, unkastrierter Rüde, der bis vor Kurzem als Straßenhund gelebt hat - war für mich klar, dass das niemals funktioniert. 

Was soll ich sagen - Ausnahmen bestätigen die Regel! Rio liebt sein neues Leben bei meinen Eltern, genießt die langen Spaziergänge, die Kuscheleinheiten und die neu gewonnene Nähe zu seinen Menschen, sowie seine vielen Aussichtsposten...

Rio hat eine unglaubliche Sozialkompetenz (solange er sich frei bewegen darf!) und fungiert deshalb oft als "Kindergartendaddy" in den Welpenstunden.